Leah schnappte nach Luft und wandte sich an Franz. Er leugnete es nicht. Er senkte nur den Kopf, Blut tropfte auf sein Hemd, und er sah aus wie jemand, der auf frischer Tat ertappt worden war. Lilian trat vor. Ihr Gesicht war ruhig, doch ihre Augen waren kalt und scharf – ganz wie die von Max. „Franz“, sagte Lilian tonlos. „Verlasse dieses Haus.“ „Tante, aber Hela –“, begann Leah. „Nimm deinen Sohn und geh, Leah“, unterbrach Lilian sie. Ihre Stimme war nicht laut, aber unmissverständlich. „Bevor ich Max anrufe und ihn das auf seine Art regeln lasse. Und du weißt, dass Max’ ‚Art‘ nicht nur mit einer geprellten Lippe enden wird.“ Leahs Gesicht verlor bei der Erwähnung von Max’ Namen jede Farbe. Sie packte Franz sofort am Arm. „Komm, Franz. Wir gehen.“ Franz sah mich ein letztes Mal an,

