HELA – Standpunkt Ich ging direkt ins Schlafzimmer und schloss die Tür ab. Ich warf meine Tasche aufs Bett und ließ mich gleich danach darauf fallen. Mit dem Gesicht im Kissen vergraben, brach ich in Tränen aus. Diese Unsicherheit brachte mich um. Die Begegnung mit Elysia hatte mir wirklich gezeigt, wie weit Max und ich voneinander entfernt waren. Ich war nur Hela – das Mädchen ohne echte Herkunft, das von der Familie Krämer aufgenommen worden war. Das Mädchen, das für ihre Adoptivschwester eine Niere verloren hatte. Worauf konnte ich vor Max Goldschmidt überhaupt stolz sein? Plötzlich rüttelte jemand an der Türklinke. „Hela, mach die Tür auf.“ Max’ Stimme drang von draußen herein. Fest, aber nicht mehr wütend. „Geh weg, Max! Ich will allein sein!“, schluchzte ich. Einen Moment lan

