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1794 Words
Dritte Person POV In einer Welt, in der Überleben für verschiedene Menschen verschiedene Dinge bedeutete, war Stärke für einige alles, während andere sich an Schweigen und Gehorsam klammerten, nur um einen weiteren Tag durchzustehen. Einige sahen das Leben als Spiel, kämpften sich an die Spitze, koste es, was es wolle, während andere sich durchschlugen und sich nur nach Frieden und einem Moment der Ruhe sehnten. Ashley Parker existierte in dieser Welt, aber nicht unter denen, die herrschten. Sie war ganz unten, schlug sich durch ein Leben, das entschlossen schien, sie zu zerbrechen. Wenn man Ashley nach dem Schicksal fragte, würde sie sagen, es sei grausam… bösartig grausam. Warum sonst würde die Mondgöttin ihr die Familie nehmen und sie allein in einem Rudel zurücklassen, das sie verachtete? Und gerade als sie dachte, sie könnte dem Hass und dem Missbrauch entkommen, band das Schicksal sie an die eine Person, die sie am meisten verabscheute, aus Gründen, die sie nie ganz verstehen konnte. **VORHERIGER TAG** Adrian stand erstarrt in der Türöffnung, sein Geist taumelte von dem, was er gerade getan hatte. Seine Hände, noch kribbelnd von der Wucht der Ohrfeige, die er ausgeteilt hatte, hingen schlaff an seinen Seiten. Er starrte sie an, entsetzt. Diese Hände hatten gerade das eine Geschenk der Mondgöttin an einen Wolf fortgestoßen, seine Gefährtin, die eine, die für ihn über alle anderen bestimmt war. Er war ein Alpha, verdammt noch mal. Wie hatte er das tun können? „Was habe ich getan?“ flüsterte er zu sich selbst, die Worte zu schwer, um sie lauter zu sprechen. Sein Wolf brüllte in seinem Kopf, schritt unruhig auf und ab, knurrte ihn an, weil er ihre Gefährtin zurückgewiesen hatte. Adrians Augen wanderten zu dem Mann, der in der Nähe stand, Alpha Alessandro vom Silver-Fang-Rudel. Dieses selbstgefällige Grinsen klebte immer noch auf Alessandros Gesicht, als genieße er das Chaos. Warum hatte Adrian ihm geglaubt? Warum hatte er Alessandros Worte sein Urteil trüben lassen? Seine Gedanken waren ein verworrenes Durcheinander, der Zorn seines Wolfes machte es nur schlimmer. Katrina stand derweil mit einem triumphierenden Lächeln da, ihre Arme umschlangen Adrians angespannten Körper. Sie hatte genau das bekommen, was sie wollte…. Ashley war weg. Für Katrina war Ashley immer eine Bedrohung gewesen, ein Hindernis zwischen ihr und dem Alpha, auf den sie ihr Augenmerk gerichtet hatte. Nun, da Ashley aus dem Bild war, konnte Katrina endlich Adrian für sich haben. Sie war sich sicher, dass er sie jetzt lieben würde, dass er sie als die Einzige sehen würde, die zählte. Ihr Lächeln verbreiterte sich bei dem Gedanken, aber ihr Sieg war von kurzer Dauer. Adrians Ausdruck verdüsterte sich, und er riss ihre Arme von sich, seine Augen brannten mit derselben Wut, die er gerade eben auf Ashley gerichtet hatte. „Was hast du getan?“ verlangte er zu wissen, seine Stimme tief und gefährlich. Sein Geist sprang zurück zu Ashleys verzweifelten Worten, wie sie versucht hatte, etwas über Katrina zu erklären, bevor er sie mit dieser brutalen Ohrfeige abgeschnitten hatte. Was hatte sie zu sagen versucht? Hatte Katrina das Ganze orchestriert? „Hast du sie hierher gerufen?“ fragte er, sein Blick bohrte sich in sie. Katrinas Augen weiteten sich, ihre perfekt einstudierte Unschuld glitt wie eine Maske an ihren Platz. „Was?“ keuchte sie, ihre Stimme laut genug, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Hast du mich das gerade gefragt? Adrian, komm schon, du kennst mich besser als das! Wie könntest du denken, ich hätte sie reingelegt? Sie ist nichts im Vergleich zu mir. Was würde ich überhaupt davon haben?“ Ihre Stimme zitterte, und ihre Augen füllten sich mit Tränen, glitzerten gerade genug, um ihre Vorstellung zu verkaufen. Sie sah ganz und gar wie das verletzte Opfer aus, ihre Lippen zitterten, während sie zu ihm aufblickte. Adrians Zorn wankte, seine Schultern sackten zusammen, als Schuldgefühl eindrang. „Es tut mir leid“, murmelte er, seine Stimme wurde weicher. Er zog sie in eine Umarmung, und Katrina vergrub ihr Gesicht in seiner Brust, stieß einen dramatischen Schluckauf aus, während sie sich an ihn lehnte. Er tätschelte ihren Rücken sanft, versuchte, sie zu beruhigen, aber sein Geist wirbelte noch immer. Hatte er sich bei Ashley geirrt? Hatte er seinem Temperament und Alessandros Lügen erlaubt, ihn zu blenden? Sein Wolf knurrte, tief und beharrlich, weigerte sich, ihn die Gefährtin vergessen zu lassen, die er gerade beiseitegeschoben hatte. „Schhh, es ist okay“, sagte er, seine Stimme angespannt, während er Katrina festhielt. „Ich wollte dich nicht anklagen. Ich… ich weiß einfach nicht mehr, was vor sich geht.“ Seine Worte waren schwer von Zweifel, aber Katrina schien es nicht zu bemerken. Sie klammerte sich an ihn, ihre Tränen tränkten sein Hemd, während sie ihre Rolle zur Perfektion spielte. „Du musst dir um sie keine Sorgen machen“, murmelte Katrina, ihre Stimme weich, aber durchzogen von Gift. „Sie ist jetzt weg, Adrian. Sie gehört hier nicht hin. Du hast das Richtige getan.“ „Habe ich?“ fragte er, mehr zu sich selbst als zu ihr. Sein Wolf knurrte erneut, diesmal lauter, und Adrian zuckte zusammen. Die Erinnerung an Ashleys Gesicht – ihr Schock, ihr Schmerz – blitzte in seinem Geist auf. Er hatte sie geohrfeigt, ohne sie sprechen zu lassen, ohne ihr eine Chance zu geben, sich zu erklären. Was, wenn sie die Wahrheit gesagt hatte? Was, wenn Katrina alles manipuliert hatte? Katrina zog sich leicht zurück und blickte mit großen, tränenfeuchten Augen zu ihm auf. „Natürlich hast du das“, sagte sie, ihre Stimme süß, aber beharrlich. „Sie war Ärger, Adrian. Du hast gesehen, wie sie sich benommen hat, immer Probleme verursacht, immer Dinge aufgewühlt. Du bist der Alpha. Du musst das Rudel schützen, und sie war… sie war eine Belastung.“ Er runzelte die Stirn, sein Kiefer spannte sich an. „Eine Belastung?“ wiederholte er, sein Ton scharf. „Sie war meine Gefährtin, Katrina.“ Katrina zuckte zusammen, erholte sich aber schnell, ihr Ausdruck wurde weicher. „Ich weiß“, sagte sie und griff nach oben, um seine Wange zu berühren. „Aber manchmal macht die Mondgöttin Fehler, weißt du? Du verdienst jemanden, der an deiner Seite stehen kann, jemanden, der zu dir passt. Nicht jemanden wie sie.“ Adrians Augen verengten sich, und für einen Moment sah er etwas in Katrinas Gesicht – einen Blitz von Berechnung, der nicht zu ihrem tränenreichen Schauspiel passte. Sein Wolf knurrte erneut, lauter, drängte ihn, auf seine Instinkte zu hören. „Was meinst du, jemanden wie sie?“ fragte er, seine Stimme tief. Katrina zögerte, nur für eine Sekunde, bevor sie ein mitfühlendes Lächeln aufsetzte. „Du weißt, was ich meine, Adrian. Sie ist schwach. Sie ist nicht für dieses Leben gemacht. Du brauchst jemanden Starken, jemanden, der damit umgehen kann, die Gefährtin eines Alphas zu sein. Jemanden wie…“ Sie brach ab und ließ die Andeutung in der Luft hängen. „Jemanden wie dich?“ fragte er, sein Ton flach. Er trat zurück und schuf Abstand zwischen ihnen. Katrinas Lächeln wankte, aber sie gab nicht nach. „Das habe ich nicht gesagt“, sagte sie schnell, ihre Stimme wieder süß. „Ich will nur, was das Beste für dich ist, für das Rudel. Du weißt, dass ich immer für dich da war, Adrian. Ich würde dich nie so verletzen, wie sie es getan hat.“ „Mich verletzen?“ wiederholte er, seine Brauen zogen sich zusammen. „Sie hat mich nicht verletzt, Katrina. Ich habe sie verletzt.“ Die Wahrheit seiner Worte traf ihn hart, und er spürte, wie sich seine Brust zusammenzog. Er hatte seine Gefährtin zurückgewiesen, die eine Person, die die Mondgöttin für ihn gewählt hatte, alles wegen… was? Alessandros Lügen? Katrinas Manipulationen? Seinem eigenen Zorn? Katrina griff erneut nach ihm, aber er trat zurück und schüttelte den Kopf. „Adrian, bitte“, sagte sie, ihre Stimme zitterte jetzt, aber er konnte den Unterton der Verzweiflung darin hören. „Du bist aufgebracht. Ich verstehe das. Aber du brauchst sie nicht. Du hast mich. Du hast das Rudel. Du brauchst niemanden, der dich hinunterzieht.“ „Hör auf“, sagte er, seine Stimme fest. „Einfach… hör auf.“ Er fuhr sich mit einer Hand durchs Haar und versuchte, aus dem Chaos in seinem Kopf schlau zu werden. Sein Wolf schrie jetzt förmlich, verlangte, dass er Ashley nachging, aber er wusste nicht einmal, wohin sie gelaufen war. Sie war gerannt, und er hatte sie gelassen. „Adrian“, sagte Katrina leise und trat wieder näher. „Lass uns einfach sie vergessen, okay? Sie ist es nicht wert. Du bist ein Alpha. Du hast Verantwortungen. Du kannst nicht zulassen, dass jemand wie sie alles ruiniert.“ Er sah sie an, sah sie wirklich an, und zum ersten Mal sah er die Wahrheit hinter ihren Worten. Sie tröstete ihn nicht – sie erhob Anspruch. Sein Magen wand sich bei der Erkenntnis, dass er vielleicht ausgespielt worden war, dass Katrina das Ganze orchestriert haben könnte, um Ashley aus dem Weg zu räumen. „Hast du sie reingelegt?“ fragte er erneut, seine Stimme jetzt kälter. Katrinas Augen weiteten sich, und sie schüttelte heftig den Kopf. „Nein! Wie kannst du das überhaupt denken? Ich habe dir gesagt, ich habe nichts getan! Warum hängst du so an ihr?“ Ihre Stimme erhob sich, und sie griff erneut nach ihm, aber er hob eine Hand, um sie aufzuhalten. „Nicht“, sagte er, seine Stimme hart. „Ich muss nachdenken.“ Er drehte sich von ihr weg, sein Geist raste. Er musste Ashley finden, herausfinden, was wirklich geschehen war. Aber Katrina war noch nicht fertig. „Adrian, bitte“, sagte sie, ihre Stimme brach. „Tu das nicht. Du brauchst sie nicht. Du hast mich.“ Sie trat näher, ihre Hände griffen nach ihm, aber er zog sich wieder zurück, seine Geduld wurde dünn. „Ich habe gesagt, ich muss nachdenken“, knurrte er, seine Augen blitzten vor Zorn. Er drehte sich zu ihr um, seine Stimme tief. „Wenn ich herausfinde, dass du irgendetwas damit zu tun hattest, Katrina, schwöre ich—“ Sie unterbrach ihn, ihre Tränen flossen jetzt frei. „Du bist ungerecht“, schluchzte sie, ihre Stimme laut und dramatisch. „Ich habe nichts getan außer dich zu unterstützen, und jetzt beschuldigst du mich… wessen? Dich zu helfen zu versuchen? Dich zu schützen zu versuchen?“ Er antwortete nicht, starrte sie nur an, sein Geist ein Sturm aus Zweifel und Reue. Er umarmte sie erneut, mehr aus Gewohnheit als aus irgendetwas anderem, und sie lehnte sich an ihn, ihre Schluchzer wurden leiser, während er ihren Rücken tätschelte. Aber seine Gedanken waren woanders, rasten der Gefährtin hinterher, die er fortgestoßen hatte, der Gefährtin, die er vielleicht für immer verloren hatte.
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