Kapitel 9

1628 Words

Endlich spürte er das Gewicht seines Körpers. Die Wahrheit hatte die letzten Reste jener Wut erschüttert, die ihn in den vergangenen Monaten getragen hatten. Wenn sie verblasst, hinterlässt sie nichts als hohle Erschöpfung, die tief in seinen Knochen sitzt. Tie Gen ließ sich neben das schmale Holzbett sinken, den Rücken gegen den Rahmen gelehnt. Er neigte den Kopf nach oben und atmete unruhig durch die leicht geöffneten Lippen aus. „Ist das… wirklich das, was du willst?“ Die Frage entglitt ihm, noch bevor er sie hätte zurückhalten können, ohne einen Empfänger. Seine Lippen formten ein bitteres Lächeln, während seine Augen zu brennen begannen. „So wenig Vertrauen hattest du also in mich.“ Seine Stimme war leise, heiser vor Erschöpfung. „All die Jahre… war unsere Bindung denn gar nic

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