Chapter 3

835 Words
Ich wachte mit Schmerzen auf. Mehr als nur Schmerzen. Ich war völlig fertig. Zwischen meinen Schenkeln konnte ich ihn noch spüren. Die Dehnung, die Hitze, die klebrige Wärme, die nicht aufgehört hatte zu tropfen. Meine Handgelenke schmerzten von den Lederriemen. Meine Beine zitterten vor Erschöpfung. Und der Knoten war immer noch in mir. Kael lag hinter mir, sein Körper schwer und überwältigend, sein Arm wie eine Kette um meine Taille geschlungen. Ich spürte jeden Zentimeter von ihm – immer noch d**k, immer noch geschwollen – tief in meinem Körper stecken wie ein Brandzeichen. Ich wimmerte. Seine Finger zuckten gegen meinen Bauch und spannten sich leicht an. „Du bist wach.“ Seine Stimme war leise, rau vom Schlaf – oder vom s*x. Ich versuchte mich zu bewegen. Ich konnte es kaum. Wir waren immer noch draußen, unter dem dichten Blätterdach des Waldes. In der Ferne flackerten Laternen. Ich spürte Blicke auf mir – beobachtet. Das Rudel war nicht weggegangen. „Du – du hast mich nicht einmal losgebunden“, krächzte ich mit rauer Stimme. „Das war nicht nötig“, sagte er einfach. „Du konntest nirgendwo hingehen.“ Scham brannte in meiner Brust. „Du hattest kein Recht –“ Kael hob sich leicht und bewegte seine Hüften. Der Knoten drückte in mir. Ich schnappte nach Luft, bog meinen Rücken durch, Schmerz und l**t schlugen wie Blitze zu. „Kein Recht?“, wiederholte er düster. „Dein Körper hat mich begehrt. Tu nicht so, als wäre es anders.“ Ich wandte mein Gesicht ab, Tränen brannten in meinen Augen. „Sieh sie an“, murmelte er. Ich wehrte mich. Er packte mein Kinn und zwang mich dazu. Das Rudel stand in einem weiten Kreis. Still. Regungslos. Ihre Augen leuchteten schwach im Mondlicht. „Sie waren Zeugen deiner Unterwerfung“, sagte Kael mit leiser, gefährlicher Stimme. „Du gehörst jetzt mir, Seren. Nicht nur markiert. Geknotet. Gezeugt.“ „Du bist widerlich“, spuckte ich. „Vielleicht“, murmelte er dicht an meinem Ohr. „Aber deiner Fotze scheint das egal zu sein.“ Endlich zog er sich zurück. Ich schrie auf, als der Knoten mit einem feuchten, unappetitlichen Geräusch aus mir herausglitt. Ich verkrampfte mich sofort – leer, zuckend, glitschig. Kael stand auf und streckte sich. Sein Körper, glänzend und nackt, strahlte Dominanz aus. Er sah mich nicht an. Er sah sie an. „Bringt sie zum Käfig“, sagte er kalt. „Sie ist noch nicht bereit für die Höhle.“ Ein paar erschrockene Ausrufe gingen durch die Menge. „Warte – welcher Käfig?“, flüsterte ich mit klopfendem Herzen. Kael antwortete nicht. Zwei Wölfinnen näherten sich – groß, stark, mit ausdruckslosen Gesichtern. Sie banden meine Handgelenke los und zogen mich hoch. Meine Knie gaben nach. Ich war nackt. Meine Schenkel glänzten. Mein Haar war verfilzt, meine Haut mit blauen Flecken und Bissspuren übersät. Sie legten mir eine dünne Decke über die Schultern. Nicht aus Scham. Zur Schau. Als ich an der Meute vorbeigezogen wurde, hielt ich meinen Blick auf den Boden gerichtet. Ich hörte Flüstern. Spürte ihren Geruch, der mich bedrückte. Sie riecht nach ihm. Sein Samen ist noch in ihr. Die Omega ist geknotet. Beansprucht. Ich wollte verschwinden. Stattdessen wurde ich in einen Stahlkäfig gebracht, der gerade groß genug war, um darin zu stehen. Er stand in der Mitte von Kaels Lager, wo ihn alle sehen konnten. Ein Spektakel. Die Decke wurde mir weggerissen. Ich wurde hineingestoßen. Die Tür schlug zu. Kael erschien, wieder ohne Hemd, und warf etwas in den Käfig. Eine dünne Robe und einen Wasserschlauch. „Du bleibst hier, bis deine nächste Brunstphase beginnt.“ Ich sah zu ihm auf und blinzelte heftig. „Das meinst du ernst.“ „Absolut.“ „Du hast gesagt, sobald die Brunst vorbei ist ...“ „Du bleibst hier“, unterbrach er mich. „Bis ich etwas anderes sage.“ Dann kniete er sich hin. Und er umklammerte die Gitterstäbe des Käfigs so fest, dass seine Knöchel weiß wurden. „Denn ob du es zugibst oder nicht, Seren ... dein Schoß gehört jetzt mir.“ Etwas in mir zerbrach. Ich stürzte mich knurrend auf die Gitterstäbe. „Ich bin nicht deine Zuchtstute!“ Kael lächelte. „Du bist nicht nur eine Zuchtstute, kleiner Wolf“, sagte er. „Du bist meine Trophäe.“ Er stand auf und ging weg. Ich sank zitternd auf die Knie. Die Nacht kroch dahin. Die Kälte drang in mich ein. Mein Körper pochte zwischen meinen Beinen. Sein Geruch haftete immer noch an meiner Haut. Und das Schlimmste daran? Ich spürte immer noch einen Phantomdruck an der Stelle, an der der Knoten gewesen war. Mein Körper vermisste ihn. Nein. Nein. Nein. Ich rollte mich zusammen und versuchte, dem wieder aufkommenden Verlangen zu entkommen. Aber trotz der Scham, der Wut und den Tränen ... wusste ich die Wahrheit. Er hatte mich gebrochen. Und ein urwüchsiger, wilder Teil von mir wollte, dass er es noch einmal tat.
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