Chapter 5

1018 Words
Der Knoten blieb noch lange, nachdem sich die Menge aufgelöst hatte, tief in mir stecken. Kael bewegte sich nicht. Er stand hinter mir, immer noch vollständig in meinem Körper, eine breite Hand umfasste meine Hüfte, die andere zeichnete langsame Kreise entlang der Kurve meiner Wirbelsäule. Ich kniete im Dreck, zitternd, wund und nass. Mein Schleim tropfte unaufhörlich zwischen meinen Schenkeln, meine Muskeln zuckten hilflos um den dicken Knoten, der mich verschloss. Ich war zerstört. Geöffnet. Zur Schau gestellt. Und er war stolz darauf. Stolz auf das Chaos, das er in mir angerichtet hatte – die Tochter seines Feindes war zu seinem Eigentum geworden. Die Wölfe hatten alles beobachtet. Dutzende von ihnen – sein Rudel, seine treuen Anhänger. Ihre Augen tranken meine Scham, ihre Nasen waren voll von dem Geruch meiner Hitze und seines Samens. Kael beugte sich näher zu mir, sein Atem war warm auf meinem Nacken. „Es pulsiert immer noch um mich herum“, murmelte er. „Dein Körper will mich nicht gehen lassen.“ „Ich hasse dich“, flüsterte ich. Er lachte leise. „Nein, kleine Omega“, sagte er düster. „Du hasst es, dass es sich gut angefühlt hat.“ Er bewegte sich leicht und rieb seine Hüften, um den Knoten in mir zu betonen. Ich schnappte nach Luft und grub meine Finger in den Dreck. „Bringt sie her“, befahl er mit plötzlich kalter Stimme. Zwei Wölfinnen traten vor – Weibchen aus dem Rudel, beide größer und stärker als ich. Eine trug ein gefaltetes Stück durchsichtigen Stoffes. Die andere hatte ein Halsband um ihr Handgelenk geschlungen. Ich wehrte mich nicht, als sie Kael halfen, seinen Knoten zurückzuziehen. Es kostete Mühe – mein Körper verkrampfte sich, als er zog, und ein feuchtes Ploppen hallte wider, als die geschwollene Kugel schließlich herausglitt. Mein Inneres schmerzte vor Leere. Ein neuer Schwall seiner Entladung ergoss sich auf das Gras unter mir. Eine der Weibchen wischte mich zwischen den Beinen ab, und ich zuckte zusammen. Die andere streifte mir ein dünnes, durchsichtiges Kleid über den Kopf. Es klebte an meiner schweißnassen Haut und verbarg weder die Spuren, die Blutergüsse noch die tropfende Spur auf meinen Oberschenkeln. Ich war immer noch nass. Immer noch tropfte ich. Immer noch war ich offen. Gedemütigt. Und genau das war es, was Kael wollte. Er ging neben mir her, als sie mich auf die Beine hoben, seine Hand lag besitzergreifend wie eine Leine auf meinem Nacken. Ich war größer als die meisten Omegas in meinem Revier – der Stolz meines Vaters –, aber neben Kael fühlte ich mich klein. Meine Beine knickten bei jedem Schritt ein, sie schmerzten, weil sie so lange so weit gespreizt gewesen waren. Das Lager war still, als wir uns bewegten. Aber alle Augen waren auf uns gerichtet. Alle Gesichter drehten sich zu uns um. Sie schauten nicht nur zu. Sie waren Zeugen. Die adelige Tochter des Hauses Veyne, entehrt. Geknotet. Mit einem Halsband versehen. Besessen. Einige neigten den Kopf, als ich vorbeiging. Einige grinsten. Ein paar Frauen leckten sich die Lippen. Die Männer atmeten tief ein und rochen den s*x, der noch an mir haftete. Niemand wagte zu sprechen. Kael hatte es nicht eilig. Er ging wie ein Eroberer, und ich war seine Trophäe. „Du trägst jetzt meinen Geruch“, sagte er leise. „Die anderen wissen, dass du genommen bist.“ Ich sagte nichts. Ich konnte nicht sprechen. Meine Kehle brannte vor Demütigung. Meine Wangen waren nass. Ich wusste nicht, wann die Tränen begonnen hatten zu fließen. Als wir das Herz des Lagers erreichten – eine mit Steinmauern umgebene Höhle mit einer massiven Eisentür – hielt Kael inne. Er wandte sich an die Menge. „Diese Omega gehört mir“, verkündete er mit lauter, klarer Stimme. „Sie wird in meiner Höhle schlafen. Sie wird knien, wenn ich es ihr befehle. Und wenn sie das nächste Mal läufig wird, wird sie mich anflehen, sie wieder zu decken.“ Ein Raunen ging durch die Menge – halb Knurren, halb Zustimmung. Ich wollte schreien. Weglaufen. Aber meine Beine waren wie Pudding, und Kaels Hand um meinen Hals zog sich leicht zusammen. „Verstehst du, was du jetzt bist?“, fragte er mich mit leiser Stimme. Ich sah zu ihm auf, meine Lippen zitterten. „Du bist ein Monster.“ Er lächelte. „Monster paaren sich nicht zweimal mit dir.“ In der Höhle war es warm. Fellhäute bedeckten den Steinboden. In der Mitte stand ein großes Bett aus Moos und Fellen. Auf der einen Seite befand sich ein flaches Wasserbecken, auf der anderen ein Gestell mit Fesseln und Halsbändern. Kael zog seine Hose aus und warf sie beiseite. Er setzte sich auf das Bett, spreizte die Beine weit und beobachtete mich, während die Frauen zurücktraten. Sie blieben nicht. Sie verneigten sich vor ihm – und ließen mich mit ihm allein. „Auf die Knie“, sagte Kael. Ich zögerte. Er neigte den Kopf. „Ich werde mich nicht wiederholen, Omega.“ Ich sank auf den Boden, Schmerz schoss durch meine Knie. Der Umzug klebte an mir, vorne durchnässt. Meine Brustwarzen waren hart, meine Schenkel trotz meiner Bemühungen wieder feucht. Ich hasste es, wie mein Körper reagierte. Ich hasste es, dass mein Unterleib noch immer leicht pochte, als würde er darum betteln, wieder gefüllt zu werden. „Du hast dich heute gut geschlagen“, sagte Kael und stand langsam auf. Ich verkrampfte mich. „Ich habe nichts getan.“ „Oh doch, das hast du.“ Er ging hinter mich, seine Hand strich über die Rundung meines Rückens, über die blauen Flecken, die er zuvor hinterlassen hatte. „Du bist nicht zusammengebrochen.“ „Ist es das, was du willst? Dass ich zerbreche?“ „Nein“, sagte er einfach. „Ich will, dass du dich unterwirfst.“ Er kniete sich neben mich und schob etwas Kühles an meinen Hals. Ein Streifen aus dickem Leder, frisch mit seinem Wappen geprägt. Nicht das provisorische Knotenhalfter, das die anderen trugen. Dieses hatte keinen Verschluss. Kein Schloss. Nur ein einziges Wort, das in das Leder geritzt war: Meins.
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