Kapitel 71: Der Abschied des Geistes

1144 Words

Der Schein des zerbrochenen Siegels lag noch immer in der Luft wie sterbendes Sternenlicht. Das verdorbene Herz des Schattenwurzels war herausgerissen worden, und die Bäume seufzten, als hätten sie endlich einen lange gehaltenen Atemzug entlassen. Wo die Luft zuvor schwer und faulig gewesen war, senkte sich nun eine seltsam friedliche Stille über die Lichtung—eine Ruhe, geboren nicht aus Furcht, sondern aus Trauer. Aria kniete neben Elena und strich ihrer Schwester das dunkle Haar aus der Stirn. Ihr Atem ging nun ruhig. Schwach, aber lebendig. Caleb hockte sich zu ihnen, gezeichnet und blass. „Die Verderbnis… sie lässt nach“, murmelte er leise und strich Aria sanft über die Hand. „Wir haben es geschafft.“ Niemand antwortete. Denn Solene kniete noch immer da—und starrte auf die Überrest

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