Der Klang traf mich zuerst – ein Musikrausch, der sich wie Herzschlag und Donner anfühlte. Der Palast schimmerte rot und schwarz, die Wände tropften von goldenem Licht, Lachen hing schwer in der Luft wie Parfüm. Ich wollte es einatmen, aber die Luft war zu d**k, zu lebendig. Claude war verschwunden. Im einen Moment war er noch neben mir, im nächsten wurde er von der Menge der sich bewegenden Körper verschluckt, die sich wie Rauch bewegten. Ich drehte mich im Kreis, mein Puls dröhnte laut in meinen Ohren. Wohin ich auch blickte – Augen, Lächeln, Masken. Hände, die über Haut strichen. Der Duft von Wein, süß und herb, haftete an allem. Ich presste mich an die kühle Marmorsäule und versuchte, mich klein zu machen. Mein rosafarbenes Kleid fing das Licht wieder falsch ein – zu blass, z

