Die schwarzen Kleider-1b

913 Words

Mit jedem Schritt verstummte der Lärm und wurde von sanfterer Musik abgelöst – langsamen, fremdartigen Geigenklängen. Das Licht wurde gedimmt und durch Kerzen ersetzt, die schwarzes Wachs verbrannten. Auf halbem Weg blickte ich zurück. Die Menge unten schimmerte wie Glühwürmchen. Doch nahe der Bar, halb im Schatten verborgen, stand Claude und beobachtete mich. Er hob ein Glas, sein Lächeln scharf wie eine Klinge. Als ich den Treppenabsatz erreichte, fühlte sich die Luft anders an – kälter, reiner, in ihrer Stille beunruhigend. Der Flur erstreckte sich vor mir, gesäumt von dunklen Samtvorhängen. Die Menschen bewegten sich paarweise, ihr Lachen verstummte, ihre Augen halb geschlossen. Eine Frau huschte an mir vorbei, ihr Parfüm schwer und berauschend. „Zum ersten Mal?“, flüsterte sie. I

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