Kapitel 9

1272 Words
***Drake*** Ich war wütend. Das war nichts Neues. Wut war mein ständiger Begleiter, mein Anker in einer Welt voller Verrat und Enttäuschung. Doch dieses Mal war es anders. Dieses Mal war es Emma. Sie hatte mich dazu gebracht, die Kontrolle über mich selbst infrage zu stellen. Ich spürte, wie der Zorn in mir wie Lava brodelte, heiß und zerstörerisch. Ich zwang mich, ruhig zu bleiben. Nicht für sie, sondern für mich. Denn wenn ich meinen Zorn losließ, würde nichts mehr von ihr übrigbleiben. Und es gab noch so vieles, was ich mit ihr vorhatte. 15,5 Millionen Dollar. Diese Zahl brannte sich wie eine glühende Marke in meinen Geist ein. Sie hatte mich betrogen, mich um mein Vermögen gebracht, mich gedemütigt. Klar, ich wusste, dass ich dieses Geld nie von ihr zurückbekommen würde. Nicht in diesem Leben. Nicht einmal, wenn ich sie an einen Menschenhändler verkaufen würde – und glaub mir, ich hatte diesen Gedanken mehr als einmal durchgespielt. Sie war nicht annähernd so viel wert. Aber das war nicht der Punkt. Es ging nicht nur ums Geld. Es ging um Macht. Um Vergeltung. Um Genugtuung. Und ich hatte vor, jede verdammte Sekunde davon zu genießen. Ich hatte sie gefunden, als sie sich aus dem Keller hoch in den zweiten Stock geschlichen hatte. Clever, das musste ich ihr lassen. Aber nicht clever genug. Sie hatte sich in eines der vielen Gästezimmer gerettet, vielleicht in der Hoffnung, dass ich sie dort nicht finden würde. Aber ihr Atem, ihre nackten Fußspuren auf dem Holzfußboden – alles an ihr schrie nach Aufmerksamkeit. Und ich würde ihr genau das geben, was sie suchte. Ihr Leben lag nun in meinen Händen. Diese Hände, die gerade über ihren köstlichen Körper glitten. Ihre Haut war glühend warm vom Wasser der Dusche, das noch immer in kleinen Rinnsalen an ihr herunterlief. Sie hatte sich keinen Millimeter gerührt, als ich den Wasserhahn hinter ihr zudrehte. Meine Finger glitten langsam über ihre Schultern, blieben an ihrer Taille stehen. "Komm," knurrte ich und zog sie aus der Dusche. Sie zögerte, zögerte immer, als würde das etwas ändern. "Ich bin nicht mal abgetrocknet und hab nichts an," fauchte sie mich an, ihre Stimme voller Trotz. Sie schlug mir auf den Arm, eine kindische, impulsive Geste, die sie teuer zu stehen kommen würde. Ich wirbelte herum, packte sie an den Schultern und schubste sie gegen die Wand des Gästezimmers. Meine Augen funkelten vor Zorn. Ich spürte, wie sich meine Nägel fast in ihre Haut bohrten, und doch war da diese verdammte Anziehungskraft, die ich nicht leugnen konnte. Ihre Brust hob und senkte sich in schnellen Stößen, ihr Blick funkelte ebenso wie meiner. Sie hatte keine Angst – und genau das machte mich rasend. "Ist nicht mein Problem," polterte ich, "und wehe, du schlägst mich nochmal. Das steht dir nicht zu. Erweise mir Respekt!" Meine Hand glitt zu ihrer Brust, griff fest zu, drückte sie mit einer Kraft, die ihr Schmerz ins Gesicht schrieb. Sie verzog das Gesicht, doch sie schrie nicht. Nein, Emma schrie nie. Sie biss die Zähne zusammen, ihre Augen loderten. "Respekt?" zischte sie, ihre Stimme ein scharfes Messer, das sich tief in meinen Stolz bohrte. "Wie soll man vor dir Respekt haben, wenn du nur Gewalt als Gegenwehr kennst? Weißt du, was dein Problem ist?" Sie spie die Worte aus wie Gift, jede Silbe triefte vor Verachtung. "Was?" knurrte ich, während ich spürte, wie mein Puls raste. Mein Herz hämmerte, mein Verlangen – diese tödliche Mischung aus Hass und Lust – wurde immer unerträglicher. "Du bist einfach so hohl, du senkst den IQ der ganzen Straße," presste sie mit einem süffisanten Grinsen heraus. Dann, bevor ich reagieren konnte, rammte sie mir ihr Knie mit voller Kraft in meine empfindlichste Stelle. Der Schmerz explodierte in meinem Unterleib, ich schrie auf, und für einen Moment verschwamm meine Sicht. Emma nutzte die Gelegenheit, sich loszureißen. Sie stürmte aus dem Zimmer, lief die Treppe hinunter. Doch ich war ihr dicht auf den Fersen. Mein Adrenalin war wie Benzin, das meine Muskeln antrieb. "Na warte... jetzt reicht es mir, du billiges Flittchen!" brüllte ich und nahm mehrere Treppenstufen auf einmal. Sie war schnell, aber nicht schnell genug. Ich hörte ein leises Geräusch aus meinem Schlafzimmer. Mein privates Reich. Mein Heiligtum. Das wagte sie nicht – oder doch? "Emma!" Meine Stimme war ein tiefes Knurren, ein drohender Donner. Ich schlug die Doppeltüren zu meinem Schlafzimmer auf und blieb stehen. Da lag sie. Auf meinem Bett. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Sie hatte sich meinen Fernseher angemacht, goss sich gerade einen meiner teuren Whiskeys aus der Minibar ein. Sie war noch immer nackt, ihre Haut glänzte im Licht des Bildschirms. Sie drehte sich zu mir um, mit einem Ausdruck, der sowohl spöttisch als auch herausfordernd war. "Ich bin so fertig," sagte sie, ihre Stimme ein süßes Gift, das sich in mein Ohr schlängelte. "Das war ein langer Tag. Kommst du auch ins Bett?" Dann exte sie das Glas in einem Zug, leckte sich langsam die Lippen und streckte sich, als gehörte ihr die Welt. Mein Kopf schien zu explodieren. Wut, Begierde, Frustration – alles kochte über. Aber statt die Kontrolle zu verlieren, blieb ich stehen. Ich fixierte sie mit einem Blick, der sowohl Verwüstung als auch Besessenheit versprach. "Emma," sagte ich leise, meine Stimme war ein Raunen, das die Luft zwischen uns füllte. "Du spielst ein verdammt gefährliches Spiel." Sie lachte, ein kurzes, trockenes Lachen, das mehr Spott enthielt, als Worte je hätten ausdrücken können. "Und du liebst jedes bisschen davon, Drake. Gib es zu." Ich schwankte. Ich schwankte an Emotionen. Ich musste mir schleunigst etwas überlegen, oder all das hier ging in eine ganz falsche Richtung. "Runter von meinem Bett, sofort", knurrte ich, trat in mein Schlafzimmer auf Emma zu, deren honigblonden langen Haare sich wie ein Teppich, sich wie eine Sonne um ihren Körper gelegt hatten. Ihre karamellbraunen warmen Augen sahen mich belustigt an. "Runter...von...meinem....Bett", spie ich ihr regelrecht entgegen, doch sie rührte sich nicht. Blieb einfach liegen. Die Wut über dieses respektlose Verhalten schäumte nun über. Mit einem Satz war ich bei ihr, ergriff ihre Haare und zog fest daran. "Aua!", schrie Emma nun zum ersten Mal laut auf. Ich packte ihren Oberarm, warf sie vom Bett auf den Fußboden und schleifte sie dann hinter mir durch den Raum in ein weiteres Nebenzimmer. Der Raum war dunkel, doch als ich das Licht anschaltete, sah ich, wie Emma die Augen aufriss. In der Mitte des Zimmers stand ein massives Doppelbett mit vier schweren Pfosten. Alles war in schwarz, rot und golden gehalten. An den Bettpfosten waren Ketten angebracht. Ich zog Emma weiter hinter mir am Arm her, warf sie erneut auf das Bett und legte mich sofort auf sie drauf. Mein ganzes Körpergewicht drückte sie in die schwarzroten Bettlaken. "Willkommen in meinem Lieblingszimmer", knurrte ich ihr grinsend ins Ohr, griff dann zu den linken Bettpfosten und kettete Emmas Hand daran. Dasselbe machte ich auf der anderen Seite. Nun lag sie links und rechts mit den Händen angekettet vor mir. Nackt. Gott verdammte Scheiße, ich vergötterte ihren Körper jetzt schon. "Mach mich sofort los du psychopatisches Arschloch", giftete sie mich an, doch ich lachte nur leise. Dann ergriff ich einen Fuß von ihr und kettete diesen ebenfalls an und dasselbe machte ich mit dem anderen Fuß. "So Emma....nun gefällst du mir noch viel besser…du bist mir vollkommen ausgeliefert...", raunte ich ihr zu, stand auf und blieb einige Sekunden vor ihr stehen. Ich betrachtete Emma wie ein Kunstwerk. Ich sah alles. Jede verdammte Kurve. Jede verdammte Öffnung an ihrem Körper. Naja, fast jede. Aber auch das würde ich mir noch alles in Ruhe ansehen und zu Gemüte führen.
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