***Drake****
Ich sah, wie Emma sich aus den Griffen der Männer zu winden versuchte, ihre schmalen Handgelenke in ihren Fäusten eingeklemmt, so fest, dass die Haut darunter weiß wurde. Ihr Kampf war vergeblich, ein Akt verzweifelter Rebellion, der sie nur weiter in das Netz zog, das ich um sie gesponnen hatte.
“Du elendiges Arschloch! Lass mich sofort gehen!” schrie sie mit einer Stimme, die vor Wut und Angst bebte. Ihre Worte prallten an mir ab wie Steinchen gegen eine Wand. Julian, meine rechte Hand, stürzte vor, sein Blick kalt und berechnend. Das schmutzige Tuch, das er hervorzog, war voller Ölflecken und muffig. Ein ekelhafter Anblick. Er stopfte es ihr ohne Zögern in den Mund. Sie würgte, ihre Augen weiteten sich vor Abscheu, und ihr ganzer Körper krümmte sich im Protest. Doch auch das war vergeblich.
“Halt dein dreckiges Maul!” Ich spuckte die Worte aus wie Gift, während ich meinen Leuten zunickte. “Los jetzt, wir fahren nach Hause.” Meine Stimme war gespickt mit einer Kante Wut, die selbst mich überraschte. Wut über den vermasselten Deal. 15,5 Millionen... Puff! Einfach weg. Wegen ihr. Wegen dieser kleinen, trotzigen Hexe, die meinte, sie könne in meiner Welt nach ihren Regeln spielen. Aber sie würde bezahlen. Oh, sie würde es zurückzahlen, bis zum letzten verdammten Cent. Auf meine Weise.
Ich ging voran, mein Schatten langgezogen unter dem kalten Licht der Straßenlaternen. Hinter mir wurde Emma wie ein ausgemergelter Straßenhund über den Asphalt geschleift. Sie stöhnte und wimmerte hinter dem Knebel, doch ich schenkte ihr keine Beachtung. Diese Laute — halb Schmerz, halb Demütigung — klangen wie Musik in meinen Ohren.
Am Hintereingang wartete der Hummer, matt schwarz, wie ein Raubtier, das nur darauf lauerte, zuzuschlagen. Ich öffnete die Tür und warf Emma auf die Rückbank, bevor ich selbst hineinstieg. Meine Leute folgten, Julian nahm seinen Platz vorne ein, und der Wagen setzte sich in Bewegung.
Ich beugte mich über Emma und riss ihr das Tuch aus dem Mund. Sofort spuckte sie mir ins Gesicht, mit einer Präzision, die mich beinahe zum Lachen gebracht hätte, wäre ich nicht so verdammt wütend gewesen. Mein Handrücken schoss vor, traf ihre Wange mit einem dumpfen Knall. Ihr Kopf flog zur Seite und prallte gegen den Oberarm von Rico, ein ebenfalls ganz loyaler Kerl, der mehr Muskeln als Intelligenz besaß und der wie immer desinteressiert auf sein Handy starrte.
“Hör auf, mich so respektlos zu behandeln!” brüllte ich, während ich ihre Haare am Hinterkopf packte. Mein Griff war hart, gnadenlos, zog ihren Kopf in meine Richtung, bis unsere Gesichter sich fast berührten. Ihre Augen — diese gottverdammten goldbraunen Augen — funkelten mich an wie Eisstürme, voller Hass, voller Drohungen, die sie nie wahr machen könnte. Doch in diesem Blick war auch etwas anderes. Eine Tiefe, die mich fast verschlang. Ich musste meine gesamte Selbstkontrolle aufbringen, um nicht in diesem Abgrund zu ertrinken.
“Ich hasse dich und hoffe, du wirst irgendwo alleine verrecken,” zischte sie, ihre Stimme ein leises, schneidendes Messer. Sie beugte sich vor, ihr Atem streifte meine Haut. Ich roch sie, eine Mischung aus Angst und etwas Verführerischem, das ich nicht benennen konnte. Es trieb mich in den Wahnsinn. Mein Körper reagierte auf sie, mein bester Freund erwachte in meiner Hose, und ich hasste sie dafür nur noch mehr.
“Ich werde dich besitzen, Emma,” sagte ich mit einer Ruhe, die mich selbst erschreckte. Meine Hand wanderte zu ihrem Körper, tastete sich entlang ihrer Kurven. “Wenn du so schwach bist wie jetzt, machst du mich am meisten an. Ich werde dich ficken, wie dich noch keiner gefickt hat. Ich werde dir Schmerzen zufügen und dir Lust bereiten, die dich in den Wahnsinn treibt. Und ich werde dein letzter Liebhaber sein.”
Ihre Lippen öffneten sich leicht, und für einen Moment glaubte ich, sie würde sich ergeben. Doch dann biss sie mir in die Unterlippe, mit einer Kraft, die mich aufschreien ließ. Blut lief über mein Kinn, ein metallischer Geschmack, der mich nur noch wütender machte. Meine Hand zuckte erneut vor, traf ihr Gesicht, und diesmal taumelte sie gegen Rico, der genervt die Augen verdrehte.
“Du Schlampe! Hör auf, mir weh zu tun!” brüllte ich, während ich mich wieder aufrichtete und mir mit dem Jackenärmel über die blutige Lippe wischte. Wir fuhren über die Willis Avenue Bridge, die Lichter der Stadt glitzerten wie falsche Versprechen. Melrose kam in Sicht, ein heruntergekommener Stadtteil, der sich perfekt hinter seiner Schäbigkeit versteckte. Hier, in einer unauffälligen Seitenstraße, lag mein zuhause. Ein altes Backsteingebäude, massiv, einschüchternd, mit hohen Zäunen und einer Alarmanlage, die jeden neugierigen Bastard fernhielt.
Bevor ich ausstieg, stopfte ich Emma das Tuch wieder in den Mund. Ihre Schreie wären überflüssig gewesen. Ich packte sie am Arm und zerrte sie hinter mir her, die Treppen hinauf zu der schweren Doppeltür. Julian öffnete sie, und wir traten ein.
Die Eingangshalle war ein Kontrast zu der rauen Welt da draußen. Marmor, Gemälde, teure Teppiche — ein Denkmal meines Erfolgs, meines Willens, meines Trotzes gegen eine Welt, die mich am liebsten begraben hätte. Emma stolperte hinter mir her, ihre Augen blitzten, aber sie sagte nichts. Noch nicht.
“Kommst du klar, Boss?” fragte Julian mit einem schiefen Lächeln.
“Immer,” erwiderte ich kalt. Mein Griff um Emmas Arm wurde fester, als ich sie zu einer unscheinbaren Tür zog. Dahinter lag der Keller, mein Reich, mein Verhörraum, meine Hölle.
Die Treppe hinab war kalt und düster, die Luft schwer von Feuchtigkeit und Erinnerungen an all die Schreie, die hier unten verhallt waren. Ich stieß die Tür zu einem Raum auf, der von einem einzelnen Lichtschein erhellt wurde. In der Mitte stand ein Stuhl, fest verschraubt, ringsum Ketten und Instrumente, die Geschichten erzählen könnten, wenn Metall sprechen könnte.
Ich stieß Emma in den Raum, sie fiel auf die Knie. Ihre Schultern hoben und senkten sich in schwerem Atem, doch sie gab keinen Laut von sich. Stark. Trotzig. Genau, wie ich es wollte.
“Setz dich,” befahl ich, meine Stimme schneidend. Sie sah zu mir auf, ihr Blick voller Zorn und Verachtung. Doch sie gehorchte.
Während ich ihre Arme mit den Lederbändern am Stuhl fixierte, beugte ich mich vor, mein Gesicht so nah an ihrem, dass ich ihren Herzschlag zu spüren glaubte. “Hier unten gehörst du mir, Emma. Und ich werde dir zeigen, was das bedeutet.” Das Spiel hatte gerade erst begonnen.
Die Sekunden dehnten sich ins Unendliche, während ich um sie herumging, ihre Angespanntheit wie eine süße Melodie genoss. Der Raum war still, bis auf ihren schweren Atem und das leise Knirschen der Ketten, wenn sie sich bewegte. Ich liebte diese Momente, in denen die Stille lauter war als Worte. Sie schufen eine Spannung, die sich wie ein ständig straff gezogenes Band um uns legte.
“Weißt du, was mich am meisten an dir fasziniert?” fragte ich schließlich, meine Stimme weich, beinahe sanft. Ich blieb hinter ihr stehen, beugte mich vor und flüsterte die Worte direkt in ihr Ohr. “Dein Widerstand. Du kämpfst, auch wenn du weißt, dass du verloren hast.”
Sie drehte den Kopf, soweit es die Fesseln zuließen, und funkelte mich mit diesen verdammten Augen an. “Für dich bin ich nicht verloren. Noch lange nicht,” zischte sie, ihre Stimme voller Verachtung.
Ein leises Lachen entfuhr mir, ein dunkler, tiefer Klang, der sich im Raum verlor. “Oh, Emma. Du verstehst es nicht, oder? Der Kampf ist das, was mich an dir reizt. Die Illusion, dass du die Oberhand behalten könntest. Aber am Ende... am Ende gehörst du mir.”
Ich trat vor sie, hob ihr Kinn mit zwei Fingern an, sodass sie mich ansehen musste. Ihre Lippen waren blutig, ihr Gesicht gezeichnet von meinen Schlägen, aber ihre Augen brannten immer noch. Sie war wie Feuer, wild und unzähmbar, aber ich würde dieses Feuer kontrollieren, es formen, bis es nur noch für mich brannte.
Langsam zog ich ein Messer aus meiner Tasche, die Klinge schimmerte im Licht. Ich fuhr damit sanft über ihre Wange, hinterließ eine blasse Linie auf ihrer Haut. “Weißt du, Emma, Macht ist etwas Seltsames. Manche glauben, sie liegt in Geld oder Waffen. Aber die wahre Macht...” Ich hielt inne, legte das Messer an ihre Kehle, ohne Druck auszuüben. “Die wahre Macht ist, jemanden dazu zu bringen, dir freiwillig zu gehorchen. Und ich werde dich dazu bringen.”
Sie lachte, ein kurzes, schneidendes Geräusch, das vor Hohn triefte. “Du kannst mich brechen, aber du wirst mich nie besitzen.”
Ich trat einen Schritt zurück, betrachtete sie wie ein Werk, das noch unvollendet war. “Das werden wir sehen,” murmelte ich und setzte das Messer an ihrem Shirt an. Mit einem schnellen Schnitt fiel der Stoff von ihren Schultern, entblößte ihre nackte Haut darunter. Ihr Atem beschleunigte sich, doch sie blickte mich weiterhin an, ohne eine Träne, ohne ein Wort der Bitte.